Ölhavarien auf fließendem Gewässer

Die Bekämpfung von Öl auf fließendem Wasser ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben des Katastrophen- und Umweltschutzes.  Hat man es mit einer starken Strömung zu tun, ist es fast unmöglich, das Öl mittels Sperren aufzuhalten. Die Sperren werden über- und unterspült und verrichten ihren Dienst hier nur sehr unzureichend.  Das meiste Öl wird mit der Strömung mitgerissen und kann nicht aufgehalten werden. Im Gegensatz zu einem Vorkommnis auf festem Untergrund, wo Eile geboten ist, verhält es sich bei Ölhavarien auf fließendem Gewässer ganz anders. Hier ist ein Vorgehen mit ruhiger Hand angezeigt. Wir unterscheiden zwischen

  1. Ruhig fließendem Wasser, z.B. Donau, Rhein, Elbe etc. und
  2. Stark strömendem Wasser, wie  z.B. Nebenflüsse mit starkem Gefälle oder Flüsse nach starkem Regen etc.

Bei ruhig fließendem Wasser können Ölsperren ein wahrer Segen sein. Das Öl treibt oben auf dem Wasser und fängt sich in den schwimmenden Ölsperren.  Wenn sodann FAXOL Absorber großzügig auf dem Wasser ausgebracht wird, fängt sich zunächst einmal dieser Absorber in den Ölsperren. Sodann wird das angeschwemmte Öl aufgesaugt und kann so wesentlich leichter aufgenommen werden, als das flüssige Öl. Der FAXOL Absorber schwimmt auf Wasser, auch wenn er mit Öl vollgesogen ist. Selbst wenn der FAXOL Absorber aus Versehen davon schwimmt, kann das aufgesaugte Öl keinen Schaden mehr anrichten, Ufer verunreinigen, Vögel verkleben etc.. In diesem Fall findet ein ganz normaler biologischer Abbau statt.

 

Bei stark strömendem Gewässer sieht die Sache anders aus. Je stärker die Strömung, desto besonnener das Vorgehen. Hektik hilft hier nicht weiter. Denn, gegen eine zu starke Strömung ankämpfen bringt nichts.  Es wird also nicht gegen, sondern mit der Strömung gearbeitet. Und zwar wie folgt:

  1. Öl, das unter ständiger Verwirbelung steht, unterliegt mehreren Mechanismen.
    1. Es verdunstet sehr stark. Das ist bei der Bekämpfung vorteilhaft.
    2. Es findet ein schneller Wechsel zwischen Emulgieren und Deemulgieren statt. D.h., das Öl  geht in immer wieder kehrender Folge kurzzeitig mit dem Wasser eine Verbindung ein und löst sie wieder. Das hat zur Folge, dass das Öl überwiegend mit dem Wasser mitgerissen wird und sich nicht zwangsweise am Ufer ablagert. Bei großen Ölmengen ist eine Ablagerung am Ufer allerdings unvermeidbar.
    3. Durch die Berührung mit dem bewegten Wasser neigt das Öl dazu, zu verklumpen. Diese Ölklumpen sinken auf den Grund des Gewässers und werden dort mitsamt dem Sand, Geröll, Steinen talwärts getragen. Das Geröll wirkt dabei wie ein Mühlstein, der die Verklumpungen zerkleinert. Am Ende entsteht ein Ölschlamm, der biologisch abgebaut wird. Man muss sich darum also nicht kümmern, sofern die Ölmenge sich in Grenzen hält und nicht den ganzen Grund auf eine längere Distanz verklebt. Die Natur hilft sich hier selbst.
    4. Das Öl auf starker Strömung zu bekämpfen macht also zunächst wenig Sinn. Mit Chemikalien drauf zu gehen ist schlichtweg verboten und das aus gutem Grund  (siehe Ölhavarien auf hoher See). Lassen Sie sich nichts anderes einreden!  Man hat den Dingen ihren Lauf zu lassen, bis das Öl in ruhigere Gewässer gelangt. Erst dann ist ein Eingreifen sinnvoll und effizient. Man geht dann mit Ölsperren vor, wie es oben beschrieben wird.

 

  1. Was bleibt sind ggf. ölverschmutzte Ufer. Hier unterscheiden wir zwischen
    1. Gröberen Olablagerungen. Die werden mit dem FAXOL Absorber gebunden, aufgenommen und entsorgt. Wenn es ganz schlimm kommt und das Öl in den Untergrund eingedrungen ist, sollte auch hier eine Schaufel zum Einsatz kommen.
    2. Ölschlieren, die am Ufer vor sich hindümpeln und schillern. Sobald das Öl in Regenbogenfarben schillert, sieht das zwar nicht sehr schön aus, das Schlimmste hat man aber dann hinter sich. Öl das schillert,  weißt  höchstens noch eine Schichtdicke von 0,3 mm auf.  D.h., dieses Öl ist nur noch kurze Zeit vorhanden. Es verdunstet oder  ist demnächst abgebaut. Alles was man hier tun kann ist lediglich Kosmetik. Besprüht man diese Schichten mit FAXOL F80 in einer 2%igen Konzentration, ist dieser Ölschleier innerhalb von Sekunden verschwunden. FAXOL F80 ist ein ungiftiges und umweltfreundliches Mittel. Man kann es, auch unter Umweltgesichtspunkten, bei Ölschleier einsetzen. Insbesondere in Gebieten, die  vom Tourismus leben macht das Sinn. Dennoch: ohne die entsprechenden Behörden geht auch hier gar nichts!



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